Die ersten Monate mit einem Neugeborenen sind kostbar und erschöpfend zugleich, und wie viel Auszeit du nehmen kannst – und welches Geld dabei fließt – prägt sie mehr als fast alles. Das deutsche System hat mehrere Bausteine, die ineinandergreifen, und die Beträge und Regeln ändern sich regelmäßig. Sieh das hier also als Übersicht in einfacher Sprache, nicht als letztes Wort: bestätige die aktuellen Details beim Familienportal oder deiner Elterngeldstelle.

Der Mutterschutz

Rund um die Geburt gilt der Mutterschutz – in der Regel sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt (zwölf Wochen bei Früh- oder Mehrlingsgeburten). In dieser Zeit darfst du nicht arbeiten und erhältst Mutterschaftsgeld plus einen Zuschuss des Arbeitgebers, der grob dein bisheriges Nettoeinkommen abdeckt.

Die Elternzeit

Nach dem Mutterschutz kannst du Elternzeit nehmen: eine unbezahlte, aber arbeitsplatzgeschützte Auszeit von bis zu drei Jahren pro Elternteil. Ein Teil davon lässt sich auf die Zeit bis zum achten Geburtstag deines Kindes übertragen. Beide Eltern können Elternzeit nehmen, auch gleichzeitig. Anmelden musst du sie beim Arbeitgeber fristgerecht.

Das Elterngeld

Das Elterngeld ist die Geldleistung in dieser Zeit – ein Einkommensersatz, kein Lohn:

Eine kurze Übersicht

BausteinGrob wer und wie lange
MutterschutzMutter, ~6 Wochen vor + 8 nach der Geburt
ElternzeitJe Elternteil bis zu 3 Jahre, arbeitsplatzgeschützt
BasiselterngeldGeteilt, insgesamt bis zu 14 Monate
ElterngeldPlus / BonusLängerer Bezug bzw. Teilzeit beider Eltern

Praktische Tipps

Die Kurzfassung

Auszeit nach der Geburt ist kein Luxus – sie ist die Zeit, in der du dich erholst, fütterst und Bindung aufbaust, in den Wochen, die am meisten von dir verlangen, und sie zu teilen entlastet alle. Erledigt den Papierkram früh, damit er nicht über den ersten Wochen selbst hängt, schützt Zeit für deine eigene Erholung und dein Wohlbefinden, und entscheidet zu zweit, wie ihr die Tage und die Last, die mit ihnen kommt, aufteilt.

Das sind allgemeine Informationen, keine Rechts- oder Finanzberatung. Arten, Beträge, Voraussetzungen und Fristen ändern sich und hängen von deiner Situation ab – prüf die aktuellen Regeln beim Familienportal, bei deiner Elterngeldstelle und bei deinem Arbeitgeber.